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Verbraucher können sich Kreditgebühren zurückholen

(Berlin, 3.11.2014) Der Bundesgerichtshof (BGH) hat vor kurzem entschieden, dass Bearbeitungsgebühren im Zusammenhang mit Privatkrediten nicht zulässig sind. Die Kreditinstitute müssen vielmehr die Kosten für die Bearbeitung in ihrer Zinskalkulation berücksichtigen – somit sollte der Kunde durch die gezahlten Zinsen alle Kosten abdecken. Eventuelle Klauseln über ein zusätzliches Bearbeitungsentgelt sind laut dem Urteil des BGH unzulässig, da diese den Verbraucher benachteiligen. Kreditinstitute haben in der Vergangenheit oft die Kosten für z. B. Bonitätsauskünfte oder Wertgutachten auf den Kunden abgewälzt. Da diese Dienstleistungen jedoch eher im Bank- und nicht im Kundeninteresse liegen, dürfen die Kosten dafür auch nicht dem Kunden angelastet werden. Das Urteil gilt allerdings nur für Verbraucherkredite, welche nach 2004 geschlossen wurden, denn es gibt einen Haken bei der Sache: Wer Geld zurückfordern möchte, muss sich beeilen, denn es droht Verjährung.

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